Liebe dich, damit du deinen Nächsten lieben kannst

Zum Neuen Sein gehört, dass wir manche gewohnten Dinge neu betrachten. Also: Natürlich muss ich mich zuerst selbst lieben, bevor ich den Nächsten lieben kann. Wie könnte ich etwas weitergeben, was ich noch nicht besitze? Doch 'Eigenliebe' gehört in die Egoismus-Schublade und ist höchst verwerflich, denkt man. Leider wurden wir gelehrt, den Liebesaspekt immer nur auf andere zu beziehen. Dabei heißt 'mich selbst lieben' doch nichts anderes als mich anerkennen als ein Geschöpf, das nach Seinem Ebenbild geschaffen wurde. Wenn ich also mich nicht anerkenne, erkenne ich auch meinen Schöpfer nicht an. Dieser Schöpfer hat mich als einzigartig erschaffen. Es gibt keinen Zweiten wie mich auf der Welt. In Zeiten von Fingerabdruck und Gen-Analyse ist dies eine 100%ig anerkannte Tatsache. Doch wie gehe ich mit dieser einzigartigen Tatsache um? Ich vergleiche mich, fühle mich überlegen oder minderwertig, immer unvollkommen, fühle mich schuldig  – wofür eigentlich?

Den Schatz heben

Also habe ich mich noch nicht entdeckt! Dieser Schatz meines wahren Seins ist noch zu heben! Denn wenn ich mich als ein liebendes Selbst sehe und in meiner Einzigartigkeit anerkenne, dann tue ich das – folgerichtig – dem Nächsten gegenüber auch. Dann kann ein Neues Sein entstehen. Dieses Neue Sein wird die bestehenden Systeme Schritt für Schritt ersetzen - oder besser unterhöhlen. Denn gegen die versklavenden Konzepte, die seit Jahrtausenden die Menschheit prägen, glückt kein Kampf, sondern nur die Bewusstheit vom eigenen Wert. Diese Kraft allerdings ist stärker als 'alle Elemente der Welt'. (Gal.4,1-11) Das das Faszinierende am Neuen Sein ist die Erkenntnis: Ich habe alles schon in mir. Ich muss nicht warten, bis ich endlich würdig und perfekt werde. Jetzt kann ich diesen Schatz heben. Im Hier und Jetzt bin ich vollkommen. Ich sage "Ja!" zu mir, denn das Liebevollste meines Seins bin ich selbst. Dieses Buch erlaubt den Einstieg in eine Neue Zeit, ins Neue Sein..

Lieber Gott, ich verzeihe Dir!

"Mutti, Mutti, ich habe heute zum ersten Mal ganz alleine zu Gott gebetet." "Ja, und was hast du Ihm denn gesagt?" "Ich habe gesagt: Lieber Gott, ich verzeihe Dir!" Schmunzeln über Kindermund  – Nachdenken über kindhaft empfundenes (Un)Schuldbewusstsein — Irgendjemand ist ja immer schuld — Könnte es nicht auch Gott sein? Da spätestens klickt es. Schuld! – Gibt es sie wirklich? Oder ist es nur ein uraltes, Menschen gemachtes Konzept, um uns alle wirksam einzuschüchtern? Am Beginn einer Neuen Zeit, eines Neuen Seins, muss diese Frage gestellt werden. Auf eine Ursache folgt die Wirkung; so lautet das bekannte und nachvollziehbare Gesetzt: "Was du säst, das wirst du ernten". Wie die Wirkung einer von mir gesetzten Ursache ausfällt, daraus kann ich lernen und dafür grade stehen. So ist evolutionäres Wachsen angelegt. Doch diesem klugen Lebensprinzip wird unnötigerweise — aber sehr wirksam — eine schwere Last aufgebürdet: Die Schuld! Diese auferlegte Schuld wirkt stark moralisierend, wird zum Schuld-Bewusstsein, zur Selbstverurteilung – und damit zur Selbstmisshandlung.

Schuld — gibt es sie wirklich? Nun ist der Lerneffekt aber empfindlich gestört, denn ich kümmere mich eher um meine Rechtfertigung — "Ich war's nicht!" — als dass ich mich in Eigenverantwortung dem Lernprozess stelle. Mein Seinsaspekt, der doch die Liebe ist und die vollkommene Kraft Gottes, wird überlagert und vernebelt durch diese fremde, beherrschende Kraft. Ich bin gefangen in meinem Schuldkomplex — und das schon seit meiner Geburt. Er lässt mich ständig glauben, ein inkomplettes Wesen zu sein, das sehnlich darauf wartet, endlich mündig' zu werden. Sollte ich nicht besser vertrauen in das, was ich bin? (Schön nachzulesen in Galater 4, 1-11) Der Morgen des Neuen Seins dämmerte schon vor 2000 Jahren — doch jetzt ist es Zeit, zu erkennen: Der "Verlorene Sohn" wird bei seiner Rückkehr ins Vaterhaus mit großen Freuden empfangen, er ist nicht der "Schuldige", dem erst noch verziehen werden muss. Dieses Buch erlaubt den Einstieg in eine Neue Zeit, ins Neue Sein.

"Unsere Worte nehmen uns beim Wort!"

Unsere Zellen lauschen unseren Worten – und nehmen sie für bare Münze. Die gesprochenen Worte und die damit verbundenen Empfindungen und Eindrücke verwalten sie dann in unserem Unterbewusstsein. Unterbewusstsein ist aber Un-Bewusstsein. 95% bis 99% unseres Lebens werden wir von unserem Unterbewusstsein kontrolliert. So sind wir fremdbestimmt durch unsere eigenen Zellen! Denn was haben wir unseren Zellen schon alles gesagt. "Das tut man so" – "das denkt man so" – "das sagt man so"… Unbedachte Worte, angelernte Überzeugungen, übernommen von Generationen 'hirngewaschener' Zellen unserer Gesellschaft, prägen uns also mehr als unsere eigene, wahre Natur. Das können wir ändern! Wir können unser Unterbewusstsein neu programmieren. Epigenetik heiß die junge Wissenschaft, die mit der alten Vorstellung aufräumt, dass wir ein Opfer unserer Gene sind. Unsere eigenen Überzeugungen können die Gene neu formen, das Unterbewusstsein neu belehren.

Der Schlüssel dazu ist die bewusste Aussage über mein wahres Sein, das "ICH BIN". Es ist das Schöpfungswort, uns zum Gebrauch gegeben. Schließlich sind wir Mitschöpfer im Königreich Gottes. Und sollten wir nicht das uns versprochene Erbe endlich antreten? Endlich mündig werden? Endlich der Sklaverei durch Fremdbestimmung entgehen? (s. Gal. 4, 1-11) "ICH BIN" kann nur ich in Bezug auf mich sagen. Nur ich kann diese Kraft aktivieren, niemand anderes kann es für mich tun. So schalte ich mit diesem, zur Mündigkeit führenden Wort, jede Fremdbestimmung aus. Ich bejahe, ich bekräftige meine wahre Natur, ein einzigartiges von Gott geschaffenes Individuum zu sein, das in Eigenverantwortung handelt, in harmonischem Verbund mit allem Leben. Denn bin ich bei mir, so bin ich bei allem Sein. "ICH BIN" bringt uns dazu, alte programmierte Denkmuster zu ändern – unser Unterbewusstsein neu zu belehren: ICH BIN Vertrauen! / ICH BIN Liebe! / ICH BIN wunderbar und großartig, so wie ich bin! Unsere Zellen lauschen unseren Worten… sage ihnen was Liebes! Dieses Buch erlaubt den Einstieg in eine Neue Zeit, ins Neue Sein.

"ICH BIN - und du darfst es auch sein"

Bevor große Philosophen bemüht werden, um zu klären, 'wer ich bin' – und vielleicht sogar 'wie viele' – fällt es vergleichsweise leicht festzustellen, dass ich bin; dass ich ein Sein habe. Sage ich: "ICH BIN", so setze ich meine ganze Seinskraft ein; das einzig wirkliche Kapital über das ich sicher verfüge. Diese Seinskraft – das ICH BIN – ist mein Göttliches Erbe.

Der Göttliche Funken: In unserem Herzen gibt es einen energetischen Punkt. Dieser Bleistiftspitzen-große Punkt im oberen Teil des Herzens ist sehr viel heißer als seine Umgebung. Herzspezialisten haben Respekt vor ihm, wenn sie auch keine Erklärung für das Phänomen haben.Dies ist übrigens die Stelle, auf die wir automatisch deuten, wenn wir "ICH" sagen. Dieser heiße Punkt ist der göttliche Funken in jedem Menschen. Es ist der Sitz unseres Zentrums, der Seele. "Denn wo Gott ist, da ist deine Seele, und wo Deine Seele ist, da ist Gott", so hat schon vor 700 Jahren Meister Eckhart seine Vision der Einheit von Gott und Mensch beschrieben. Hier bündelt sich die Kraft des gesamten Universums, die Liebeskraft.

Dies ist der Punkt, vom dem aus Jesus die berühmten "ICH BIN–Worte" sprach. Hier ist das  "Licht der Welt", und dieses Licht "zeigt uns den Weg" nach Hause. Er hat uns damit unsere wahre Größe aufgezeigt und uns zur Nachfolge aufgefordert. Vor 700 Jahren war es noch ketzerisch, sich Gott so nahe zu denken. Und heute? Aus falsch verstandenem Respekt vor dem großen Meister scheuen sich viele, diese wahren Wunderworte so zu verwenden, wie Jesus es uns gezeigt hat. Dabei steht es uns doch frei, jedes Göttliche Attribut zu manifestieren. "ICH BIN Liebe" – "ICH BIN Licht" – "ICH BIN Vertrauen" – "ICH BIN Freude" … Das ist ein herzerfrischender, respektvoller Umgang eines Menschen mit sich selbst – und damit auch mit dem Nächsten. Es ist Teil des Neuen Seins, auf das die Welt so sehnlich wartet. Dieses Buch erlaubt den Einstieg in eine Neue Zeit, ins Neue Sein.

Fühlt ein Baum sich minderwertig?

Nein, es wäre gegen seine Natur. Fühlt ein Mensch sich minderwertig? Oh ja! Und auch dies ist ganz und gar gegen seine Natur! Ist es nicht erstaunlich, dass es in der gesamten Natur kein Wesen gibt, das sich als minderwertig einschätzt – außer dem Menschen? Ausgerechnet wir als Menschen, als »Ebenbilder Gottes«, als »Kronen der Schöpfung«, nehmen es als gottgegeben hin, dass wir offensichtlich manipuliert werden, dass wir von unserer eigenen Quelle abgeschnitten und klein gehalten werden durch Angst, Mangel und Desinformation, damit wir in die gesellschaftlichen Systeme passen und funktionieren. Bis tief in unser Zell-Bewusstsein hinein reicht diese jahrtausendelange Prägung von Schuld und Sühne, Minderwert und Unwürdigkeit unseres Selbstes. Und wir? Wir bescheiden uns damit, ein »Hässliches Entlein« zu sein und sind doch der »Schöne Schwan«. Jetzt ist der Moment des Aufwachens! Das Neue Sein braucht den Menschen, der in Begeisterung über seine wahre Natur sich seines Selbstes bewusst ist; es leben und ausdrücken möchte.

Minderwertigkeit ist Angst, Angst nicht zu genügen, Angst, nicht so zu sein, wie ich denke, dass die Umwelt es von mir erwartet. Wenn ICH BIN, muss ich mich nicht bewerten. Ich weiß: Alles, was ICH BIN, ist schon in mir. Alle Ängste kann ich getrost in Vertrauen umwandeln, die Urkraft allen Seins. Sie trägt mich, sie bringt mich voran. Meine Seinskraft wächst mit meinem Selbstbewusstsein; und diese Kraft ist enorm. Diese Christuskraft, die Liebeskraft des Herzens, die jeden führt und in jedem wirkt, kann meine Einzigartigkeit, mein Gütezeichen, an die Oberfläche holen. Mein Zell-Bewusstsein fasst wieder neuen Mut, denn die mehr als 5 Millionen intelligenten neuen Zellen, die jede Sekunde das Licht meiner Welt erblicken, werden in ein schöneres Umfeld, in ein gehobeneres Sein hineingeboren, ins Neue Sein. Dieses Buch erlaubt den Einstieg in eine Neue Zeit, ins Neue Sein.